Barden auf Reisen
Rouvard Lautenschmied

Wenn Barden auf Reisen gehen…
„Hey Leute, bleibt doch mal stehen!“

Diese Geschichte, die ich Euch erzählen möcht,
handelt von Helden, Liebe und Recht…

Einst befand ich mich auf einem großen Schiff,
das umfuhr selbst, das schlimmste Riff.

Dray, ein Barde, der neben mir stand,
spieh nicht nur einmal über des Schiffes Rand.
Die Wellen, die hohen, die mochte er nicht,
verlor die gesunde Farbe aus seinem Gesicht!

Lablas, ein Gaukler, auch als Dieb gut bekannt,
blieb bis zum Anlegen uns unbekannt,
zu geizig zu zahlen, so hielt er es lange aus,
und kam erst spät aus seinem Verstecke heraus.

Auch Atliana, eine Waldelfe an Bord,
benahm sich nicht wie ein Lord.
Sie war oft stille, sie redete nie viel,
doch wenn sie’s dann tat, hatte es Kopf und Stiel.

So lief das Schiff in den Hafen ein,
und siehe da, wie war’n nicht allein.
Ein netter Mann, der holte uns ab,
herunter vom Schiff, diesem nassen Grab.

Endlich an Land, da gab er den Rat,
„Die wilden Dünen!“, da geht es gut ab.
Wir also hin, zu diesem Haus,
kaum drin, überkam uns der Graus.

Ein Schlachtfeld von Tischen und Stühlen,
unter einem war der Wirt am wühlen.
Er war nett, auch die Getränke und Speis,
und er selbst war auch kein Greis.

So trafen wir Zynostrum und Tahiro dabei,
zwei düstre Leite, die aßen kein Brei.
Zynostrum war Magier oder hielt sich dafür,
ich habe nun mal ein gutes Gespür.

Und Tashiro war Japaner, ein junger dazu,
dem drückten nicht mal die Schuh.
Schließlich sollten wir eine Julanda suchen,
doch wir, wir aßen lieber süßen Kuchen.

Über sieben Quellen wollte ein Einsiedler uns was erzählen,
so gingen Dray und Ich zu ihm hin, ihn quälen.
Er erzählte viel und bestimmt auch wichtige Sachen.
Ganz bestimmt, hier gibt’s nichts zum lachen.

Auf dem Rückweg, wollten uns Monster vernaschen,
durch unsere magischen Netze, waren wir nicht zu erhaschen.
Der Rückweg auf unseren Pferden aus Gas,
ging flugs über Felder und grünem Gras.

Endlich waren wir wieder da,
von weitem hörten wir schon, „Ta-Ta!“
Doch es galt nicht uns Helden,
wir bekamen auch keinen Kuss,
wir mussten uns melden,
bei Tashiros neuem Zirkus.

Tashiro hatte sich verliebt, der arme Jung,
also erfand er unseren Zirkus mit Schwung.
Wir waren Magier, Gaukler und Artisten,
deklassieren Zynostrum zum Statisten.

Er war auf einmal nicht mehr da,
ehrlich, nicht gelogen, wirklich wahr.

Wir waren gut, richtig klasse,
Tashiro bekam das weibliche seiner Rasse.
Auch ich hatte etwas viel vom Weine getrunken,
und was dann geschah, hatte mir dann gestunken.

Aus Laune und Lust sprang ich bei Tashiro auf den Tisch,
und schon zappelte ich im Netz, wie ein müder Fisch.
Eine Japanerin wollte mich zum Manne haben,
ich brauchte nur noch JA zu sagen.

Am nächsten Morgen war ich nicht allein im Haus,
da kam es raus, ach du, mein Graus.
Im Suff hatte ich wohl zu später Stunde,
ein lallendes JA im Munde.

Nun hab‘ ich Frau und bestimmt Kinder auch,
noch hat meine Nokita keinen dicken Bauch.

Aber zurück zur langen Reise,
wir wurden älter, aber nicht weise.
Wir enterten Schiffe, so wollte es der Brauch
Und den Tod fand Tashiro leider auch.

Wieder an Land, gingen wir alle dann,
Tashiro begraben, diesen tapferen Mann.

Beim Gang durch eine Wald, einer finstren Au,
sagte ich zu den anderen plötzlich „Schau!“

Da flog ein Elf, der hatte Flügel auf dem Rücken,
er näherte sich uns mit großem Entzücken.
Achilles war der Name vom kleinen Elfen,
der wollte uns von nun an helfen.

Irgendwann kamen wir dann zu einem spitzen Turm,
auch Pyramide genannt,
zu dem waren wir die ganze Zeit hin gerannt.

Wir hechteten durch die Gemäuer.
überwanden Fallen und Feuer,
und schlachteten Aaskriecher in großen Mengen,
die gab’s nun mal in allen Gängen.

Auch eine Mumie war in einem alten Sarg,
der aber auch noch mehr verbarg.
Mit drei Schlüsseln sollten wir einem Gotte helfen,
das taten wir auch, mit Hilfe des Elfen.

Wir meisterten alle Strapazen und Nöte,
ich spielte oftmals meine Heilungsflöte.

So wurde auch der Gott,
aus seinem kristallenen Gefängnis entlassen,
der Jung nahm’s aber auch ganz gelassen.

Und nun die Frage zu dieser Weise…
Hört zu, auch dort hinten die Greise

Warum will man sie nie in Gruppen haben,

uns BARDEN,

WIR sind die mit den besten Gaben..