Bardenliebe
Rouvard Lautenschmied

Sie war so jung, hieß Katarinn,
geht mir nicht mehr aus dem Sinn,
ich sah sie einst im Dorfe Kheyn,
wird sie mir irgendwann verzeih’n?

Denn ich musste weitergeh’n,
wann werd‘ ich sie wiederseh’n?
Oh Katarinn, meine Katarinn,
gehst mir nicht mehr aus dem Sinn.

Ich zog weiter hinaus in die Welt,
von der man doch so viel erzählt,
traf Mädchen, jung und schön,
sie wollten alle mit mir geh’n!

Aber ich wollte weitergeh’n,
wann werd‘ ich Dich wiederseh’n?
Katarinn, oh Du meine Katarinn,
gehst mir nicht mehr aus dem Sinn.

Meinem Schicksal kann ich nicht entflieh’n,
muss unentwegt stets weiterzieh’n,
wo werde ich nur morgen sein?
In welchem schönen Städtelein?

Und ich werde weitergeh’n,
werde dich bald wiederseh’n
Katarinn, meine schöne Katarinn,
gehst mir nicht mehr aus dem Sinn.

Lauthals singe ich dort unser Lied,
es fährt allen tief, bis ins Glied!
Ich seh Tränen in ihren Augen,
höre sie traurig nach Atem saugen.

Verzeiht, ich muß weitergehn,
ich muss sie wiederseh’n.
Katarinn, meine geliebte Katarinn,
gehst mir nicht mehr aus dem Sinn.

Wann führt der Weg mich nur zurück,
zu Dir, zu meinem großen Glück?
Ich bitte Dich, warte noch…
stürz Dich nicht ins tiefe Loch.

Schnell muss ich weiterzieh’n,
werd‘ ich sie noch wiederseh’n?
Katarinn, traurige Katarinn,
gehst mir niemals aus dem Sinn.

Hilf mir armen Sänger, Tromothan!
Befreie mich von meinem Wahn.
Lass meine Reise glücklich enden,
ich werde Dir auch Opfer senden.

Dann muss ich nicht mehr weiterzieh’n,
muss nicht mehr, vor mir selber flieh’n,
Katarinn, ja meine Katarinn,
lebst ewig in mir drin!