Das Tier in mir
Rouvard Lautenschmied

In mir wohnt ein wildes Tier,
gehalten von der Knöpfen vier,
es bohrt sich in andre Körper rein,
bis diese laut aufschrein.

Gewiss wisst Ihr, wovon ich dichte,
ich komm zum Ende der Geschichte
Es ist mein Dolch, mit zwei golden Flanken,
Sagt, hattet Ihr grad schmutzige Gedanken?

Schaut mich an, was bin ich schon?
Ich, des größten Barden Sohn.
Wie gerne würd‘ ich ein Drache sein,
und mit Wonne Feuer spei’n.

Lindwürmer, Drachenechsen,
wer will mich heut‘ verhexen?
Erfüllt Ihr meinen größten Wunsch,
so trinkt von meinen besten Punsch!

Ich wär‘ im Winter sehr beliebt,
wär ich ein Drache, der gerne gibt,
denn ich brächte Feuer in das Haus hinein,
für die Familie, Hund und Schwein.

Ach, wäre ich doch ein Drache,
ich hielt für alle Wache,
kein Dieb wär‘ in der Nähe,
wenn ich durch das Dunkel spähe.

Drache wär ich so gerne,
traurig schau‘ ich in die Ferne.
Mein Traum wird sich nie erfüll’n,
denn ich kann noch nicht mal brüll’n