Drache Smarf
Rouvard Lautenschmied

Einst lag der Drache Smarf auf Lauer,
wartete auf Ritter, Knappe, Bauer.
Nur nicht auf Ygor, dem netten Wicht,
den was Grünes mocht‘ er nicht!

Eisen täte seinem Magen gut,
Leder entfachte in ihm Wut,
auch Bronze war ihm recht,
von Stoff hingegen wurd‘ ihm schlecht.

So hockte er auf des Berges Spitze,
harrte aus, in der Sonnenhitze.
Der Schweiß machte seine Schuppen nass,
da sah er in der Ferne ein großes Fass.

Mit weiten Schwingen stieß er hinab,
landete auf einem alten Grab,
beäugte das Faß von allen Seiten,
fragte sich, „Was soll’s bedeuten?“

Die Antwort galoppierte auf ihn zu,
ein Ritter auf ’ner braunen Kuh!
Da musste der Drache prusten und laut lachen,
tief bohrte sich des Ritters Lanze in den Rachen.

Noch bevor sein Lachen war verhallt,
ward sein Körper kühl und kalt,
und die Moral von dem Gedicht:
Die Kuhritter unterschätze nicht!