Koboldjagd
Rouvard Lautenschmied

Mit Bogen, Pfeil und Raben,
geh ich jetzt Kobold jagen,
in diesem grünen Wald,
in diesem grünen Wald.

Kobolde sind, das wissen wir,
lästiger als Fliegen hier,
in diesem schönen Dorf,
in diesem schönen Dorf.

Sie stehlen und sie rauben,
Kuchen und süßeTrauben,
in uns’rem kleinen Dorf,
in uns’rem kleinen Dorf

Drum geh ich sie jagen,
mit Bogen, Pfeil und Raben
in diesem nahen Wald,
in diesem nahen Wald.

Schon sehe ich den Ersten,
wo treff‘ ich ihn am fairsten?
Im Fuß oder im Po?
Im Fuß oder im Po?

Der Kobold ist getroffen,
auf  Belohnung kann ich hoffen,
es ist ein schöner Tag,
es ist ein schöner Tag.

Zumindest liegt er wie tot da,
ich rufe laut „Hurra, Hurra!“
doch was mache ich nun bloß,
was mache ich nun bloß?

Zum Tragen ist er mir zu dick,
„Warum hab‘ ich heute kein Glück?“
An diesem schönen Tag,
an diesem schönen Tag.

Ich lass‘ den Kobold liegen,
möcht‘ andere noch besiegen,
in diesem großen Wald,
in diesem großen Wald.

Leise wart‘ ich Stund‘ um Stund‘
schau mir schon die Augen wund,
in diesem grünen Wald,
in diesem grünen Wald

Kein Kobold kommt mir vor’s Visier,
beleidigt trink ich mir ein Bier,
und rülpse dabei laut,
ja rülpse dabei laut!

Am Abend geh ich stumm nach Haus,
und das Lied , das ist nun aus,
denn ich bin furchtbar müd,
ja wirklich furchtbar müd.