Vor mir steht ein Dunkelelf
Rouvard Lautenschmied

Vor mir steht ein Dunkelelf,
der schaut mich böse an,
ich weiß nicht, was ich machen soll,
wie ich fliehen kann.

Ich singe ihm ein schönes Lied,
von Liebe und von Glück,
er versteht die Sprache nicht,
und rührt sich nicht vom Fleck.

Vor mir steht ein Dunkelelf,
der schaut noch böser drein,
Da zieht er sein scharfes Schwert,
ich fang gleich an zu schrein.

 Ich tanze fröhlich auf und ab,
und spiel ein Lied dazu,
sein scharfes Schwert verfehlt mich knapp,
zerteilt mir meine Schuh.

Vor mir steht ein Dunkelelf,
der blickt nun richtig hart,
sein Schwert trifft sanft mich am Kinn,
rasiert mir meinen Bart.

 Ich suche rasch nach meinem Dolch,
denn das mag ich wirklich nicht.
Hey, was macht der Drow denn nun?
(Patsch!) er schlägt hart in mein Gesicht.

 Vor mir steht ein Dunkelelf,
sein Blick ist bös und kalt,
verweifelt sprech‘ ich ein Gebet,
dann versuch ich’s mit Gewalt.

Mein Dolch trifft ihn leicht am Ohr,
und schlitzt an seinem Arm,
sein Schwert durchbohrt drauf meine Brust,
mir wird kalt und warm.

 Vor mir steht ein Dunkelelf,
der mich zerhacken möcht,
da ich schon gestorben bin,
wird mir nicht mehr schlecht.

 Nun steh ich hier am Himmelstor,
niemand ist in Sicht,
doch endlich geht die Pforte auf.
Es erhellt sich mein Gesicht.

DOCH WAS IST DAS ???

Da…, da steht dieser Dunkelelf!
Wo kam der denn nun her?
Wieso ist der im Himmel hier?
Das finde ich nicht fair!